Press

ZKB Jazzpreis

ZKB-JAZZPREIS    (27.4.2017)

 

Sie drischt auf Trommeln, Becken und vielerlei Klangutensilien mit Präzision und Fantasie. Lada Obradovic gibt gerne den Takt an und denkt sich komplexe Rhythmen aus. 2014 hat die 29-Jährige ihr Quintett in Frankreich formiert, wo die vielseitige Drummerin oft Station macht. 

Zuvor hat sie in Zagreb und Graz studiert. Seit zwei Jahren wohnt die gebürtige Kroatin in Bern, wo sie derzeit den Master-of-Performance-Studiengang absolviert. Mit ihrem klangvoll besetzen Quintett mit Jean-Lou Treboux an Vibra- und Marimbafon, Valentin Conus am Sax, David Tixier am Klavier und Baise Hommage am Bass. tritt sie nun zum ZKB-Jazzpreis an. Im Wettspiel tritt sie auf fünf Bands aus Zürich, Luzern, Bern und der Romandie. 

Der preisstiftenden Zürcher Kantonalbank geht es seit 2003 darum, das innovative Schweizer Jazzschaffen zu fördern. Entsprechend treten hauptsächlich Newcomerbands an. Doch Obradovics Band wird - bei aller Originalität ihrer eigentümlichen, aber eingängigen Musik - kein leichtes Spiel haben. Da sind etwa ihre Berner Kollegen vom Akku Quintett, die sich mit hypnotischem Minimal Jazz bereits eine eingeschworene Fangemeinde erspielt haben. Oder das Trio Kali aus Luzern und Zürich, das Jazz effektvoll an Rock - und Klassik! - reibt. Und das Trio des Genfer Tastenmannes Matthieu Llodra hat mit seinem Klangmix aus analogem Jazz und Elektronik am Jazzfestival von Cully abgeräumt. Wer den begehrten Zürcher Preis abholt, entscheiden das Publikum und eine Fachjury. Deren Mitglieder - darunter Elina Duni, Erik Truffaz und Bugge Wesseltoft - runden diese vielstimmige Woche mit eigenen Konzerten ab.  

Post image